Dienstag, 29. März 2005

Neue Verbrechen der Mobilfunkbetrieber aufgedeckt

Neue Verbrechen der Mobilfunkbetreiber aufgedeckt.

Quelle: Sendung 10 vor 10 TV DRS-1 vom 16.3.04

Geldgier der Mobilfunkbetreiber kennt keine Grenzen

Hans-U. Jakob 17.3.05

Hard-Pornos als MMS (Kurzfilme) über alle 20‘000 Mobilfunksender der Schweiz abrufbar, wurden auf Handys von 9-Jährigen (!) im Kanton St. Gallen sichergestellt. Diese hatten die entsprechenden Filmsequenzen prompt an gleichaltrige „Kollegen und Kolleginnen“ weitergeleitet.

Die Eltern möchten lieber auf eine solche Art der Aufklärung verzichten und werden Strafanzeige erstatten.

Gleichzeitig dürfte jetzt auch dem letzten Zweifler klar werden, weshalb es vor den Toren jedes Schulhauses mindesten 2 bis 3 Mobilfunkantennen braucht.

Auch über Kirchtürme ausgestrahlt
Selbstverständlich werden diese Filmsequenzen auch über alle 300 Mobilfunksender ausgestrahlt, welche in den Kirchtürmen der Landeskirchen versteckt sind. Einmal ins Netz eingespeist, können weder Altersgruppen noch Sendergruppen ausgefiltert werden.
Die Mobilfunkbetreiber haben dazu schon mehrmals verlauten lassen, für das was über ihre Netze gehe, würden sie prinzipiell keine Verantwortung tragen. Und damit basta! Sie hätten lediglich allen Nutzern das Versenden und Empfangen qualitativ hochstehender Töne und Bilder anzubieten und dafür zu schauen, dass ihre Kasse und diejenige der Aktionäre stimme. Als Hauptaktionär der Swisscom figuriert der Bund(esrat)

Auf die Strahlung angesprochen, welche von seinen Kirchtürmen ausgeht, hat uns der Papst in Rom seinerzeit mitteilen lassen, er werde für die Betroffenen beten.
Vielleicht betet der Papst jetzt nochmals. Diesmal für die Präsidenten der Kirchenpflege.

Quelle:
http://www.gigaherz.ch/891/print

Sonntag, 27. März 2005

Die Gemeinde WIESENTHAL bleibt strahlungsarm

WIESENTHAL – Die Gemeinde Wiesenthal will mit allen Mitteln an ihrem
Vorhaben, eine „feldarme“ – also strahlungsarme – Gemeinde zu bleiben,
festhalten. Daher unternimmt sie alle Anstrengungen, den Bau von
Mobilfunkmasten in Ortsnähe oder gar im Dorf selbst zu verhindern.


Andreas Malchereck-Matthes vom Hilderser Planungsbüro Dehler erläuterte
den Gemeinderäten während ihrer letzten Tagung die Möglichkeiten, die
es gibt, Mobilfunkbetreiber mit ihren Sendestationen möglichst weit vom
Dorf entfernt zu halten. „Die Gemeinde kann es bauleitplanerisch
verhindern, dass ein Sendemast entweder im Ort direkt oder in
unmittelbarer Ortsnähe aufgestellt wird“, sagte er. Allerdings handele
es sich dabei um Pilotprojekte – ein gewisses Risiko, letztlich doch
noch vor Gericht zu enden, bleibe.

Malchereck-Matthes empfahl den Abgeordneten, im Flächennutzungsplan
eine so genannte Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen und
Sendemaste auszuweisen. Damit sei sichergestellt, dass zwar ein solcher
Mast irgendwann gebaut werden kann, er sich dennoch nur an diesem Ort
und keinem anderen befinden darf. „Weisen Sie eine solche
Konzentrationsfläche nicht aus, dann kann Ihnen überall jemand einen
Turm hinbauen, und Sie können so gut wie nichts machen“, meinte der
Planer. Auf der anderen Seite dürfe eine Kommune nicht von vornherein
„negativ“ planen – also grundsätzlich das Aufstellen eines solchen
Sendemastes verbieten. „Es muss eine sinnvolle Ausweichfläche geben“,
unterstrich Malchereck-Matthes.

Darüber hinaus sei es aber genauso notwendig, den Innenbereich des
Ortes abzusichern. „Es geht in den meisten Fällen, irgendwo eine
Sendeanlage unterzubringen. In Bad Salzungen befindet sie sich im
Kirchturm“, nannte Malchereck-Matthes eine Variante, die die „findigen
Mobilfunkbetreiber“ gerne nutzen. Im Innenbereich könne ein Sendemast
nur mittels eines Bebauungsplanes verhindert werden. Der koste
natürlich Geld – „allerdings sollten Sie ziemlich zeitig an so etwas
denken und das Ganze nicht auf die lange Bank schieben“, empfahl er den
Gemeinderäten.

Für den Außenbereich hat die Gemeinde Wiesenthal bereits eine
potenzielle Konzentrationsfläche gefunden. „Sie befindet sich am
äußersten Zipfel unserer Gemarkung“, sagte Bürgermeister Sven
Hollenbach. Seiner Meinung nach sei der Mast, wenn er denn einmal dort
gebaut werde, weit genug vom Ort entfernt, um auch weiterhin „feldarm“
zu bleiben. Dieser vorgesehene Standort komme darüber hinaus mit keiner
momentan bereits vorhandenen Sendeeinrichtung in Konflikt. Es habe
nämlich prinzipiell keinen Zweck, eine Konzentrationsfläche für den
Mobilfunk dort vorzusehen, wo bereits in unmittelbarer Nachbarschaft
ein Turm steht. „Es geht darum, einen Standort auszuweisen, der machbar
ist. Und ein höherer Standort ist natürlich für das Dorf im Tal immer
besser als ein relativ niedriger“, erklärte Malchereck-Matthes.

Was den Innenbereich betrifft, so kann die Gemeinde Wiesenthal als
städtebaulichen Grund für die Ausweisung eines Bebauungsplanes ihre
touristischen Vorhaben ins Feld führen. Es gebe einen politisch
festgelegten „Vorsorgewert“ für Mobilfunkanlagen, und unter dem könne
die Kommune bleiben. Zunächst gibt es laut Malchereck-Matthes die
Möglichkeit, eine Sperre für einen Mobilfunkmast für die Dauer von zwei
Jahren zu verhängen. Andererseits könnte der Gemeinderat einen
Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im Innenbereich fassen und
dann eine Veränderungssperre verhängen, falls jemand Interesse zeigt,
eine derartige Anlage zu errichten. Damit bliebe dem Gemeinderat noch
etwas Zeit, den eigentlichen Bebauungsplan erarbeiten zu lassen, der
nach vorsichtigen Schätzungen des Bürgermeisters rund 20 000 Euro
kosten wird. „Aber verfolgen Sie die Sache hellen Auges und warten Sie
nicht zu lange, denn die Mobilfunkbetreiber sind sehr erfinderisch“,
warnte der Planer den Gemeinderat noch einmal. „Die haben eine
unheimliche Macht und eine sehr große Lobby – im Bundestag, im Landtag
und auch in den Landkreisverwaltungen“, fügte Malchereck-Matthes hinzu.
Der Gemeinderat will nun mit dem Planer im Kontakt bleiben und sich
weiter über das genaue Vorgehen informieren. CARSTEN KALLENBACH


L a n d e s v e r b a n d T h ü r i n g e n
------------------------------------------------------+
B ü r g e r g e g e n E l e k t r o s m o g

Ö f f e n t l i c h k e i t s a r b e i t

Bernd Schreiner
Freier Architekt AK Thüringen

w w w . b u e r g e r - g e g e n - e s m o g . d e
m a i l @ l a n d e s v e r b a n d - t h u e r i n g e n . d e

036875 fon 69873 fax 69874
98663 Westhausen/Thüringen

Freitag, 18. März 2005

Gegen den "Krebsmacher" vom Burgberg

Gegen den „Krebsmacher“ vom Burgberg
Anwohner begehren gegen Funkturm auf: Bürgerinitiative "Senderfreies Lichtenfels" gegründet


Christoph* leidet unter Herzrhythmusstörungen, er ist elf Jahre alt. Peter* ist sehr launisch und aggressiv, die Ärzte diagnostizierten dem Achtjährigen das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS). Beide Kinder wohnen am Lichtenfelser Burgberg, von dem seit rund 35 Jahren ein knapp 60 Meter hoher Funkmast Fernseh-, Radio-, Funk- und seit gut einem Jahrzehnt auch Mobilfunksignale sendet.

„Wir wollen, dass der Sendemast abgebaut wird.“ Sven Eisele vom Stadtgraben hat deswegen zusammen mit 20 anderen Anliegern des Stadtteils vor kurzem die Bürgerinitiative ,,Senderfreies Lichtenfels" gegründet. Für den 35-jährigen Krankenpfleger und seine Mitstreiter ist der Funkturm die Ursache für diese Auffälligkeiten. Und nicht nur für diese. Eisele: „In den letzten Jahren sind am Burgberg immer mehr Menschen an Krebs erkrankt, alte wie junge. Das wissen wir aus Gesprächen mit Anwohnern.“ Und aus Gesprächen mit Kollegen: Einige Krankenpfleger haben ihm verraten, dass in einer Straße des Stadtteils Krebs vermehrt die Todesursache zu sein scheint. Einer anderen Kollegin ist dies laut Eisele ebenfalls aufgefallen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben nach der Aussage des 35-Jährigen, der sich zurzeit auf Erziehungsurlaub befindet und um seine vier Kinder kümmert, festgestellt, dass zahlreiche Anwohner Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Herzrhythmusstörungen aufweisen. „Diese werden im übrigen immer öfter bei Menschen beobachtet, die in der Nähe von Mobilfunkmasten leben“, weiß Eisele.

Neben den verschiedenen Sendern halten die Gegner des Turms auch die großen Richtfunktrommeln für problematisch. ,,Eine Funkstrecke verläuft über den Bereich Goldberg und Friedhof, die andere in den Grabenweg", erklärt der Krankenpfleger. Beide sind seiner Meinung nach viel zu nah am Wohngebiet. "Wieso kann man solch eine Sendeanlage mit TV, Radio, Mobilfunk und den anderen Antennen nicht auf einem der unbewohnten umliegenden Berge installieren?", will der 35-Jährige wissen.

Hunderprozentig wissenschaftlich beweisen lässt sich die Strahlung des Senders als Ursache für die Krankheiten nicht, das weiß Eisele. Immerhin beschäftigt er sich seit vergangenem November intensiv mit der Problematik. ,,Ein Vortrag im Stadtschloss über Mobilfunk hat mich so beunruhigt, dass ich selbst aktiv geworden bin." Er besuchte Informationsveranstaltungen zum Thema ,,Elektrosmog", forschte im Internet und legte sich diverse Bücher zu. Bei der Schmökerei stieß er auf sehr viele Studien, die auf eine Gesundheitsgefährdung durch die Strahlen hindeuten.

Sorgenfalten

Seither zeichnen sich auf seiner Stirn immer mehr Sorgenfalten ab. "Es gibt so viele Untersuchungen, deren Ergebnisse eindeutig auf die Schädlichkeit des Elektrosmogs hinweisen." Eisele erzählt von einem Fall im spanischen Valloid. Dort bauten Mobilfunkbetreiber gegenüber einer Schule einen Sendepark mit sechs Masten auf. ,,Plötzlich erkrankten binnen zwei Jahren vier Schulkinder an Leukämie." Experten hätten auch bei Erwachsenen eine vermehrte Krebshäufigkeit gefunden. In den 30 Jahren zuvor sei bei den Schülern kein einziger Krebsfall aufgetreten. ,,Kann das Zufall sein?", will Eisele wissen.

Trotz diesem und vieler weiterer Beispiele weigere sich die Regierung, die Grenzwerte für die Strahlung beim Mobilfunk zu senken. Diese liegen für das D-Netz bei 4,5 Watt je Quadratmeter, beim E-Netz bei neun Watt je Quadratmeter. Für Eisele und die Bürgerinitiative sind sie auf alle Fälle viel zu hoch. Der Grenzwert für elektromagnetische Wellen bezeichne die Schwelle, bei der die Wellen den Körper um ein Grad erwärmen, erläutert der Familienvater. Der 35-Jährige verweist auf eine Untersuchung, die bereits eine gesundheitliche Gefährdung bei einer Strahlung sieht, deren Stärke nur einem Bruchteil der deutschen Grenzwerte entspricht.

Davon kann Sven Eisele bisher nur träumen. Zwar freut er sich zusammen mit der Bürgerinitiative, dass die Stadt den Ausbau des Mobilfunknetzes vorläufig gestoppt hat. Doch in Sachen Fernsehturm passierte bisher nichts. Bei Behörden fragte er vergeblich nach Informationen an, doch weder Stadtverwaltung noch Landratsamt konnten Auskunft geben und verwiesen auf die Regulierungsbehörde, die Nachfolgeorganisation des Postministeriums. ,,Vier Mal hab' ich bei der Regulierungsbehörde in Bayreuth angerufen, sogar einen Brief geschrieben. Das war vor fünf Wochen. Gemeldet hat sich aber trotz Zusage bisher niemand", berichtet der Lichtenfelser enttäuscht.

Den Weg in die Öffentlichkeit hat der 35-Jährige bisher lange gescheut, obwohl ihm das Thema Mobilfunk schon lange am Herzen lag. "Ich hatte die Wahl zwischen nichts tun und abwarten, wegziehen oder etwas gegen den Mast zu unternehmen. Ich habe mich für das Letztere entschieden", meint Eisele und blickt beunruhigt durch sein Esszimmerfenster auf den Sendemast, der zwischen den Baumwipfeln hindurch zu sehen ist.

Neue Wohnung genommen

Einen anderen Weg wählte eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Familie weg vom Burgberg und dem "Krebsmacher" (ein Anwohner) zog. Die Ärzte stellten bei der Lichtenfelserin Brustkrebs fest. "Ob der Sendemast mit seinen Strahlen die alleinige Ursache für den Tumor war, kann ich nicht sagen", äußert sich die Frau vorsichtig. Sie nimmt aber an, dass die Elektrowellen bereits geschädigte Zellen weiter zerstören und damit das Wachstum von Krebs fördern würden. ,,Wir haben uns bewusst eine Wohnung gesucht, die weit weg von jedem Sendemast steht."

Weiter am Burgberg wohnen bleibt dagegen eine andere junge Familie. "Was sollen wir machen? Wir haben unser Haus doch erst vor ein paar Jahren gekauft", erzählt die Frau. Sie selbst leide unter einem geschwächten Immunsystem, sei sehr anfällig für Krankheiten. Sobald sie von der Arbeit nach Hause komme, leide sie unter Kreislaufproblemen.

Die hat Sven Eisele noch nicht, doch er hat Schlafstörungen. Ursache ist seiner Meinung der Funkturm. Doch nicht nur deswegen will er den Sender weghaben. "Ich mache mir Sorgen um die Kinder", sagt Eisele. Dass er mit der Bürgerinitiative sein Ziel erreichen kann, davon ist der 35-Jährige überzeugt. Schließlich habe es in Holzkirchen bei München eine Bürgergruppe geschafft, einen Funkmast stillzulegen.

Die Initiative "Senderfreies Lichtenfels" plant übrigens im April oder Mai die Veranstaltung eines Vortrages zum Thema mit einem namhaften Referenten. Außerdem wolle man das Gespräch mit Verantwortlichen der Stadt suchen, um über mögliche andere Standorte des Sendeturms zu diskutieren. Wer bei der Bürgerinitiative mitmachen möchte, erhält weitere Informationen bei Sven Eisele, Tel. 09571/73355.

*Namen von der Redaktion geändert.

http://portal.obermain.de/pub/index.php?mid=75&aid=408&if=10258411.html

Donnerstag, 17. März 2005

REFLEX Studie - aktuelle Situation

REFLEX Studie - aktuelle Situation
Zur Kenntnis und weiteren Verbreitung:


- lt. Prof Adlkofer sind die Ergebnisse der Studie für den Hochfrequenzbereich bereits innerhalb der REFLEX-Studie von verschiedenen Laboratorien reproduziert worden; damit ist das letzte Kriterium für den "wissenschaftlichen Nachweis" erfüllt. Wir sollten das Bundesamt für Strahlenschutz jetzt auffordern, zu begründen, warum dieser "wissenschaftliche Nachweis" nicht akzeptiert wird.

- in 4-6 Monaten liegen die Ergebnisse der Reproduzierung durch zwei weitere Laboratorien vor; spätestens dann kann weder das Bundesamt für Strahlenschutz noch die Mobilfunkindustrie weiter behaupten, dass diese Strahlung zu schwach sei, um Zellen zu schädigen.

Gruß
Hans Schmidt,
Sprecher der BI Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog

---Ursprüngliche Nachricht---
From: "Prof. Dr. Adlkofer" <prof.adlkofer@verum-foundation.de>
To: <520031206941-0001@T-Online.de>
Subject: Re: REFLEX Study

Sehr geehrter Herr Schmidt,

obwohl mein persönliches Schreiben an Sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist, steht es Ihnen frei, damit zu machen, was Sie wollen. Was die Reproduktion unserer Ergebnisse angeht, habe ich Verständnis dafür, dass eine solche unabhängig von der REFLEX-Studie verlangt wird, auch wenn die Kriterien für mich bereits erfüllt sind. Entsprechende Untersuchungen sind inzwischen in zwei Laboratorien angelaufen. Mit Ergebnissen ist in 4-6 Monaten zu rechnen. Da ich nicht daran zweifle, dass unsere Beobachtungen bestätigt werden, steht für mich längst die Frage im Vordergrund, ob bei vergleichbarer EMF-Belastung gentoxische Veränderungen wie wir sie im Reagenzglas beobachtet haben auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier vorkommen können. Dies herauszufinden scheint mir das Gebot der Stunde, die weitere Reproduktion dessen, was wir gemacht haben, überlasse ich gerne anderen.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Adlkofer



----- Original Message -----
From: Hans Schmidt
To: Prof. Dr. Adlkofer
Sent: Saturday, March 12, 2005 7:32 PM
Subject: Re: REFLEX Study

Sehr geehrter Herr Adlkofer,

haben Sie etwas dagegen, wenn wir Ihr Schreiben in die Verteiler der Mobilfunkkritiker (Hartenstein, HESE, Bürgerwelle, etc.) stellen?

Sie schreiben: "Weitere Bestätigungen werden sehr bald folgen."

Als betroffener Elektrosensibler habe ich Sie schon beim Hearing der Grünen Landtagsfraktion im letzten Jahr im Maximilianeum gefragt, wann die Ergebnisse offiziell vorliegen, weil diese doch entscheidend die Pseudo-"Wissenschaftlichkeit" der Argumentation der Industrie und auch des BfS entlarven.

Ein wichtiger Kritikpunkt in der Auseinandersetzung mit dem BfS wird sein, ob identische Experimente von voneinander unabhängigen Forschungsgruppen bestätigt wurden. Sie schreiben unten nur: "Unsere Ergebnisse zur Gentoxizität sind in vier REFLEX-Laboratorien unabhängig von einander erarbeitet und inzwischen von zwei weiteren Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bestätigt worden." Können Sie noch einmal explizit darauf zurückkommen, ob das Kriterium der Reproduzierung erfüllt ist?

Wenn nicht, wann wird die Reproduzierung veröffentlicht sein?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Hans Schmidt
Sprecher der BI Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog

"Prof. Dr. Adlkofer" <prof.adlkofer@verum-foundation.de> schrieb:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

haben Sie vielen Dank für die Überlassung Ihres Briefwechsels mit dem Bundesamt für Strahlenschutz, das sich - wenn ich dies richtig deute - bei der Bewertung wissenschaftlicher Studien offensichtlich auch der Hilfe der Industrie bedient. Die Ergebnisse der REFLEX-Studie, die die genotoxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder betreffen, sind aus meiner Sicht so sicher wie das Amen in der Kirche. Mein Problem damit besteht nur darin, dass wir nicht wissen, ob unsere im Reagenzglas gemachten Beobachtungen auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier zu sehen wären, wenn man entsprechenden Untersuchungen durchführte. Sollte dem so sein, hätten wir ein riesiges Problem. Beim jetzigen Stand der Forschung kann ich nur feststellen, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Exposition mit elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Erkrankungen zwar nicht bewiesen ist, aufgrund der REFLEX-Ergebnisse jedoch als wahrscheinlicher als bisher anzusehen ist. Die Anerkennung von Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der entsprechenden Technik von Seiten der Industrie und der Behörden erschiene mir deshalb dringend geboten.

> Die sehr allgemeinen Argumente des Bundesamtes für Strahlenschutz stimmen völlig mit denen überein, die von der Industrie gegen REFLEX vorgetragen werden. Unsere Ergebnisse zur Gentoxizität sind in vier REFLEX-Laboratorien unabhängig von einander erarbeitet und inzwischen von zwei weiteren Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bestätigt worden. Weitere Bestätigungen werden sehr bald folgen. Was die geforderten "klar definierten, validierten Expositionswbedingungen und die belastbare Statistik" angeht, gibt es sicherlich weltweit keine Studie, die sich mit REFLEX messen kann. Bezüglich des Qualitätsstandards der REFLEX-Studie brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Die von uns angewandten Qualitätskriterien erlauben den Ausschluss jeglicher Zweifeln an der Wertigkeit der Daten. Warum die Ergebnisse, die in den genannten und in den an die 50 weiteren ungenannten Publikation mitgeteilten werden, von den unseren abweichen, ist leicht zu erklären. Die Autoren verwendeten in aller Regel auf EMF nicht ansprechende Zellen oder wählten für die Zellen eine zu kurze Bestrahlungsdauer oder es fehlten ihnen überhaupt die Voraussetzungen für das Einstellen und Erfassen genauer EMF- Messdaten. Hinzu kommt, dass niemand gezwungen werden kann, etwas zu sehen, wenn er es nicht sehen will.

> Die in dem Schreiben von Vodafone getroffenen Feststellungen über die REFLEX-Studie lassen erkennen, dass eine ernsthafte auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende Auseinandersetzung mit dem Problem dort bis jetzt nicht stattgefunden hat. Schließlich schützt die konventionelle Vorstellung über die Nichtexistenz relevanter biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder unterhalb der geltenden Grenzwerte vor dem schmerzhaften Prozess des gründlichen Nachdenkens. Es steht auch nicht in meiner Macht, ein Umdenken bei denen zu erzwingen, deren Interessen genau das Gegenteil von dem verlangen, was sich aus unseren Forschungsergebnissen ableiten lässt. Die Ergebnisse der REFLEX-Studie können unter REFLEX http://www.verum-foundation.de vom jedem, der daran interessiert ist, nachgelesen werden. Zu Ihrer Information lege ich außerdem das Manuskript eines Vortrags bei, den ich vor kurzem bei einer UNESCO-Tagung in Yerevan, Armenien, gehalten habe.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Adlkofer, VERUM Foundation, Pettenkoferstr. 33, D-80336 München, Germany
phone +49 89 5309880, fax +49 89 53098829, e-mail: prof.adlkofer@verum-foundation.de http://www.verum-foundation.de

Quelle:
http://omega.twoday.net/stories/575991

Dienstag, 15. März 2005

Jugend forsch - und findet Geldrolleneffekt

Jugend forscht – und findet Geldrolleneffekt

In der kritischen Mobilfunkszene zählt der Geldrolleneffekt zu den sieben Weltwundern: Alle reden davon, aber kaum einer weiss Genaueres darüber. Die Folge: Internetrecherchen zum Thema mündeten schon nach kurzer Zeit in einem Kreislauf. Seit Anfang März 2005 steht es besser um die Sache, denn der mysteriöse von einigen schon ins Reich der Fabel verbannte Effekt bedarf gar keiner bombastischen Forschungsmaschinerie, um sichtbar zu werden. Das jedenfalls zeigen zwei Regionalsieger des Wettbewerbs Jugend forscht. Nach nur 20 Sekunden dauernden Handytelefonaten konnten sie in den Blutbildern ihrer Versuchspersonen deutliche Verklumpungen roter Blutkörperchen beobachten – eben den Geldrolleneffekt.

Beim Geldrolleneffekt schieben sich die scheibchenförmigen roten Blutkörperchen wie die Münzen eines Münzstapels übereinanderUnter Einwirkung elektromagnetischer Felder verklumpen rote Blutkörperchen zu zylinderartigen Gebilden, die wie ein Stapel Geldmünzen aussehen. Entdeckt hat diesen so genannten Geldrolleneffekt Ende der 1990er-Jahre der deutsche Mediziner Dr. Hans-Joachim Petersohn. Welche Folgen dem Effekt zuzuschreiben sind ist unklar, denkbar sind ein erhöhtes Thrombosenrisiko und mangelhafter Sauerstofftransport wegen der reduzierten wirksamen Oberfläche der Blutkörperchen. Aber: Auf Seiten der Betreiber gibt es massive Zweifel an der Existenz dieses Effekts, nachzulesen z. B. unter Elektrosmoginfo. Und auch die Schulmedizin in Gestalt von Prof. K. E. von Mühlendahl und Dr. M. Otto (Kinderumwelt) hat einen eindeutigen Standpunkt zur Frage, ob Blutuntersuchungen die Auswirkungen von Mobilfunkfeldern belegen könnten: "Wir halten derartige Untersuchungen nicht für sinnvoll. Es gibt viele gut bekannte Situationen, in denen der Körper mit einer Veränderung des Blutbildes reagiert. Mit Mobilfunk haben diese Situationen nichts zu tun" (Quelle). Bis Anfang März 2005 galt also auch für den Geldrolleneffekt das in der Mobilfunkszene nur zu gut bekannte Gleichgewicht des Schreckens – gemeint ist damit die allgegenwärtige und lähmende Pattsituation zwischen warnenden und entwarnenden Stimmen.

Auch nach 10 Minuten war der Geldrolleneffekt noch nachweisbar

Doch dieses Gleichgewicht ist aus dem Lot, denn zwei Abiturienten des Gymnasiums Spaichingen haben den Geldrolleneffekt nun ebenfalls entdeckt. Maria Ritter und Wasgan Lester Wolski, machten sich im Baden-Württembergischen Regionalwettbewerb Jugend forscht gezielt auf die Suche nach den typischen Blutverklumpungen. Ihre 51 Versuchspersonen durften dazu zunächst einen Tag lang nicht mit dem Handy telefonieren. Dann wurde eine erste Blutprobe abgenommen. Danach mussten die Probanden 20 Sekunden lang telefonieren und sich sofort einer zweiten Blutentnahme an Ohr und Finger unterziehen, gefolgt von einer dritten Blutentnahme nach einer Wartefrist von 10 Minuten. Aus den fünf Blutentnahmen pro Person resultierten insgesamt 255 Blutproben, die von den Jungforschern mit einer selbstentworfenen Apparatur aus Mikroskop und Digitalkamera fotografiert und ausgewertet wurden. Resultat: Die Bilder der ersten Blutentnahme zeigen keine Auffälligkeiten. Auf den Bildern der zweiten Blutentnahme sind dagegen eindeutige Verklumpungen der Blutkörperchen zu sehen, etwas, was auch noch in den Bildern der dritten Entnahme deutlich zu erkennen ist. Unsere Angaben über das Projekt der beiden Abiturienten entstammen allesamt einem Bericht der Schwäbischen Zeitung, in dem nicht ausdrücklich vom Geldrolleneffekt gesprochen wird, sondern die Verklumpungen mit dem Synonym Clusterbildung beschrieben werden.

Ohne Verdacht: Wes Brot ich ess’, des’ Lied ich sing

Bemerkenswert ist, dass mit Ritter und Wolski zwei völlig Unverdächtige ein warnendes Resultat hervorgebracht haben, zwei Schüler, die so gar nicht ins Lager der Mobilfunkbefürworter und ebenso wenig in das der Mobilfunkgegner passen wollen. Die Betreiber können und werden die Arbeit der beiden Jungforscher freilich nicht unwidersprochen lassen, schliesslich muss die verloren gegangene Pattsituation möglichst schnell wiederhergestellt werden. Zu erwarten ist deshalb a) viel Lob fürs Projekt, gepaart mit b) allerlei Bedenken, ob das, was da gefunden wurde, denn auch stimmen mag. Erfrischend ist das, was die Baden-Württemberger hervorgebracht haben jedoch allemal, denn es ist zu vermuten, dass hier kein zweckorientiertes Sponsoring im Spiel ist, ein Schicksal, das der staatlichen Mobilfunkforschung in Deutschland wie Blei in den Gliedern steckt, weil diese zu etwa 50 % von den Mobilfunkbetreibern mitfinanziert wird und es ihr daher an der Glaubwürdigkeit mangelt. Und: Noch findet sich keiner der deutschen Betreiber auf der Sponsorenliste der Stiftung Jugend forscht. Von den Handyherstellern ist zwar Siemens mit dabei, der Laden aber ist unübersichtlich groß und nach dem Hickhack um die Handysparte steht derzeit nicht einmal fest, ob Siemens im Jahr 2006 noch zu den Handyherstellern zählt.

Aus dem Baden-Württembergischen Regionalwettbewerb ist das Abiturientenpaar Ende Februar als einer der Regionalsieger hervorgegangen. Jetzt kommt die Bundesebene. Den 40. Bundeswettbewerb richtet die Stiftung Jugend forscht e. V. zusammen mit der der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in der Deutschen Arbeitsausstellung (DASA) vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund aus (14.03.05-ll).

Quellen:
http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_05/Geldrolleneffekt/geldrolleneffekt.html

http://www.szon.de/lokales/spaichingen/stadt/200503070146.html
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Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen
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