Donnerstag, 17. März 2005

REFLEX Studie - aktuelle Situation

REFLEX Studie - aktuelle Situation
Zur Kenntnis und weiteren Verbreitung:


- lt. Prof Adlkofer sind die Ergebnisse der Studie für den Hochfrequenzbereich bereits innerhalb der REFLEX-Studie von verschiedenen Laboratorien reproduziert worden; damit ist das letzte Kriterium für den "wissenschaftlichen Nachweis" erfüllt. Wir sollten das Bundesamt für Strahlenschutz jetzt auffordern, zu begründen, warum dieser "wissenschaftliche Nachweis" nicht akzeptiert wird.

- in 4-6 Monaten liegen die Ergebnisse der Reproduzierung durch zwei weitere Laboratorien vor; spätestens dann kann weder das Bundesamt für Strahlenschutz noch die Mobilfunkindustrie weiter behaupten, dass diese Strahlung zu schwach sei, um Zellen zu schädigen.

Gruß
Hans Schmidt,
Sprecher der BI Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog

---Ursprüngliche Nachricht---
From: "Prof. Dr. Adlkofer" <prof.adlkofer@verum-foundation.de>
To: <520031206941-0001@T-Online.de>
Subject: Re: REFLEX Study

Sehr geehrter Herr Schmidt,

obwohl mein persönliches Schreiben an Sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist, steht es Ihnen frei, damit zu machen, was Sie wollen. Was die Reproduktion unserer Ergebnisse angeht, habe ich Verständnis dafür, dass eine solche unabhängig von der REFLEX-Studie verlangt wird, auch wenn die Kriterien für mich bereits erfüllt sind. Entsprechende Untersuchungen sind inzwischen in zwei Laboratorien angelaufen. Mit Ergebnissen ist in 4-6 Monaten zu rechnen. Da ich nicht daran zweifle, dass unsere Beobachtungen bestätigt werden, steht für mich längst die Frage im Vordergrund, ob bei vergleichbarer EMF-Belastung gentoxische Veränderungen wie wir sie im Reagenzglas beobachtet haben auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier vorkommen können. Dies herauszufinden scheint mir das Gebot der Stunde, die weitere Reproduktion dessen, was wir gemacht haben, überlasse ich gerne anderen.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Adlkofer



----- Original Message -----
From: Hans Schmidt
To: Prof. Dr. Adlkofer
Sent: Saturday, March 12, 2005 7:32 PM
Subject: Re: REFLEX Study

Sehr geehrter Herr Adlkofer,

haben Sie etwas dagegen, wenn wir Ihr Schreiben in die Verteiler der Mobilfunkkritiker (Hartenstein, HESE, Bürgerwelle, etc.) stellen?

Sie schreiben: "Weitere Bestätigungen werden sehr bald folgen."

Als betroffener Elektrosensibler habe ich Sie schon beim Hearing der Grünen Landtagsfraktion im letzten Jahr im Maximilianeum gefragt, wann die Ergebnisse offiziell vorliegen, weil diese doch entscheidend die Pseudo-"Wissenschaftlichkeit" der Argumentation der Industrie und auch des BfS entlarven.

Ein wichtiger Kritikpunkt in der Auseinandersetzung mit dem BfS wird sein, ob identische Experimente von voneinander unabhängigen Forschungsgruppen bestätigt wurden. Sie schreiben unten nur: "Unsere Ergebnisse zur Gentoxizität sind in vier REFLEX-Laboratorien unabhängig von einander erarbeitet und inzwischen von zwei weiteren Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bestätigt worden." Können Sie noch einmal explizit darauf zurückkommen, ob das Kriterium der Reproduzierung erfüllt ist?

Wenn nicht, wann wird die Reproduzierung veröffentlicht sein?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Hans Schmidt
Sprecher der BI Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog

"Prof. Dr. Adlkofer" <prof.adlkofer@verum-foundation.de> schrieb:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

haben Sie vielen Dank für die Überlassung Ihres Briefwechsels mit dem Bundesamt für Strahlenschutz, das sich - wenn ich dies richtig deute - bei der Bewertung wissenschaftlicher Studien offensichtlich auch der Hilfe der Industrie bedient. Die Ergebnisse der REFLEX-Studie, die die genotoxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder betreffen, sind aus meiner Sicht so sicher wie das Amen in der Kirche. Mein Problem damit besteht nur darin, dass wir nicht wissen, ob unsere im Reagenzglas gemachten Beobachtungen auch im Gesamtorganismus von Mensch und Tier zu sehen wären, wenn man entsprechenden Untersuchungen durchführte. Sollte dem so sein, hätten wir ein riesiges Problem. Beim jetzigen Stand der Forschung kann ich nur feststellen, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Exposition mit elektromagnetischen Feldern und der Entstehung von Erkrankungen zwar nicht bewiesen ist, aufgrund der REFLEX-Ergebnisse jedoch als wahrscheinlicher als bisher anzusehen ist. Die Anerkennung von Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der entsprechenden Technik von Seiten der Industrie und der Behörden erschiene mir deshalb dringend geboten.

> Die sehr allgemeinen Argumente des Bundesamtes für Strahlenschutz stimmen völlig mit denen überein, die von der Industrie gegen REFLEX vorgetragen werden. Unsere Ergebnisse zur Gentoxizität sind in vier REFLEX-Laboratorien unabhängig von einander erarbeitet und inzwischen von zwei weiteren Laboratorien außerhalb des REFLEX-Konsortiums bestätigt worden. Weitere Bestätigungen werden sehr bald folgen. Was die geforderten "klar definierten, validierten Expositionswbedingungen und die belastbare Statistik" angeht, gibt es sicherlich weltweit keine Studie, die sich mit REFLEX messen kann. Bezüglich des Qualitätsstandards der REFLEX-Studie brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Die von uns angewandten Qualitätskriterien erlauben den Ausschluss jeglicher Zweifeln an der Wertigkeit der Daten. Warum die Ergebnisse, die in den genannten und in den an die 50 weiteren ungenannten Publikation mitgeteilten werden, von den unseren abweichen, ist leicht zu erklären. Die Autoren verwendeten in aller Regel auf EMF nicht ansprechende Zellen oder wählten für die Zellen eine zu kurze Bestrahlungsdauer oder es fehlten ihnen überhaupt die Voraussetzungen für das Einstellen und Erfassen genauer EMF- Messdaten. Hinzu kommt, dass niemand gezwungen werden kann, etwas zu sehen, wenn er es nicht sehen will.

> Die in dem Schreiben von Vodafone getroffenen Feststellungen über die REFLEX-Studie lassen erkennen, dass eine ernsthafte auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende Auseinandersetzung mit dem Problem dort bis jetzt nicht stattgefunden hat. Schließlich schützt die konventionelle Vorstellung über die Nichtexistenz relevanter biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder unterhalb der geltenden Grenzwerte vor dem schmerzhaften Prozess des gründlichen Nachdenkens. Es steht auch nicht in meiner Macht, ein Umdenken bei denen zu erzwingen, deren Interessen genau das Gegenteil von dem verlangen, was sich aus unseren Forschungsergebnissen ableiten lässt. Die Ergebnisse der REFLEX-Studie können unter REFLEX http://www.verum-foundation.de vom jedem, der daran interessiert ist, nachgelesen werden. Zu Ihrer Information lege ich außerdem das Manuskript eines Vortrags bei, den ich vor kurzem bei einer UNESCO-Tagung in Yerevan, Armenien, gehalten habe.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Adlkofer, VERUM Foundation, Pettenkoferstr. 33, D-80336 München, Germany
phone +49 89 5309880, fax +49 89 53098829, e-mail: prof.adlkofer@verum-foundation.de http://www.verum-foundation.de

Quelle:
http://omega.twoday.net/stories/575991
logo

Elektrosmog in Halle/Saale

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Archiv

März 2005
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 3 
 4 
 5 
 7 
 8 
10
12
13
14
16
19
20
21
22
23
24
25
26
28
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Handys können Krebs auslösen
Handys können Krebs auslösen Wenn sie länger als...
Gobsch - 1. Feb, 20:09
Bamberger Mobilfunk-Erklärung...
Presseerklärung des "Netzwerkes Risiko Mobilfunk“ 20....
Gobsch - 6. Aug, 10:24
Fortbildungsveranstaltunge n...
Dr. med. Wolf Bergmann Facharzt für Allgemeinmedizin Homöopath ie ______________ Reichsg rafenstr....
Gobsch - 6. Mai, 16:22
Krebshäufung in Steimbach-Hallenberg...
KREBSHÄUFUNG IN STEINBACH-HALLENBERG AUFGRUND EINES...
Gobsch - 6. Mai, 08:06
Höheres Krebsrisiko durch...
Höheres Krebsrisiko durch Strommasten Baden-Baden,. ..
Gobsch - 19. Feb, 20:17

Status

Online seit 7299 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 1. Feb, 20:09

Credits


2. Nationaler Kongress Elektrosmog-Betroffener
Bebauungsplan als Waffe gegen Mobilfnk
Beschraenkung von Mobilfunkanlagen
BI
Bio-Handy
Daenische Krebsgesellschaft raet erstmals von Kinderhandys ab
Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen
Flugblatt
Hallanzeiger
Handybenutzung in Bahn, Bus und Auto
Hecht-Studie
Keine Mobilfunkantennen auf den Halligen
Kinder durch Handystrahlung gefaehrdet
Klaerung der Rolle der ICNIRP
Krebsopfer an Sendeanlagen
Kritische Meinungen zum Mobilfunk
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren