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    <title>Elektrosmog in Halle/Saale (Rubrik:Spion in der Jackentasche)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-02-22T17:19:21Z</dc:date>
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    <title>Elektrosmog in Halle/Saale</title>
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  <item rdf:about="http://elektrosmoghalle.twoday.net/stories/469610/">
    <title>Spion in der Jackentasche</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;11.01.2005&lt;br /&gt;
Der Spion in der Jackentasche&lt;br /&gt;
Neuer AOL-Dienst sp&amp;uuml;rt Handynutzer auf / Datensch&amp;uuml;tzer warnen vor Missbrauch&lt;br /&gt;
VON JENS REDDEKER&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgesp&amp;uuml;rt (MONTAGE: THOMAS L&amp;Ouml;HRIG)&lt;br /&gt;
+ Aufgesp&amp;uuml;rt (MONTAGE: THOMAS L&amp;Ouml;HRIG)&lt;br /&gt;
Bielefeld. Wer sein Handy eingeschaltet hat, ist jederzeit erreichbar &amp;#8211; in Zukunft ist durch das kleine Telefon auch jedermann im Handumdrehen aufzusp&amp;uuml;ren. AOL testet derzeit einen neuen Dienst f&amp;uuml;r seine Internet-Kunden, mit dem kinderleicht die Handys anderer Menschen, theoretisch auch ohne deren Wissen, per Mausklick geortet werden k&amp;ouml;nnen. Datensch&amp;uuml;tzer bezweifeln den Nutzwert und warnen vor Missbrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &quot;Friendsfinder&quot; (engl.: Freundefinder) bietet AOL Testkunden das Produkt des M&amp;uuml;nchner Herstellers Mecomo seit Dezember an. Auf der Mecomo-Homepage ist es unter dem Namen &quot;Friends.nextome&quot; erh&amp;auml;ltlich. Die Tester nehmen es laut AOL-Sprecher Tobias Riepe sehr gut an. Der exakte Starttermin steht noch nicht fest. In Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone &amp;#8211; E-Plus und O2 sollen folgen &amp;#8211; offeriert der &quot;Friendsfinder&quot; f&amp;uuml;r jeweils 20 Cent eine Ortungsm&amp;ouml;glichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetnutzer geben Handynummern von Menschen ein, &amp;uuml;ber deren Standort sie informiert werden m&amp;ouml;chten. Wer in diese Liste eingetragen ist, bekommt eine SMS mit der Frage nach dem Einverst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r zuk&amp;uuml;nftige Abfragen. Schickt der Angepeilte an seinen Mobilfunkanbieter eine SMS, die Ortungen generell erlaubt, kann der AOL-Kunde in James-Bond-Manier die Zielperson im Stadtplan aufsp&amp;uuml;ren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik basiert auf den Funkzellen der Mobilfunknetze. Das Ergebnis der Abfrage besagt, in welcher Zelle sich das gesuchte Handy gerade befindet. In St&amp;auml;dten haben die Zellen einen Radius von einigen hundert Metern, auf dem Land sind die Radien gr&amp;ouml;&amp;szlig;er.&lt;br /&gt;
&quot;Das Angebot richtet sich an Menschen, die wissen wollen, wo ihre Freunde gerade sind und auch an Eltern, die &amp;uuml;ber den Aufenthaltsort ihrer Kinder informiert sein wollen&quot;, erkl&amp;auml;rt AOL-Sprecher Riepe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einsatz als Kontrollmittel warnen Datensch&amp;uuml;tzer. Die Bielefelderin Rena Tangens vergibt seit 2000 den Negativpreis Big-Brother-Award an Unternehmen und Institutionen, die es mit Privatsph&amp;auml;re und Datenschutz nicht allzu genau nehmen. Ein Preis ging im vergangenen Jahr deshalb auch an &quot;Track your kid&quot;, einen SMS-Dienst zur Kinderkontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist emp&amp;ouml;rt &amp;uuml;ber den neuen AOL-Service: &quot;Bei Kindern f&amp;uuml;hrt so etwas zu Angst vor Kontrolle. Sie lernen nicht aus Einsicht, sondern aus Furcht.&quot; Tangens weist darauf hin, dass Kinder das Handy auch abschalten oder einfach bei Freunden liegen lassen k&amp;ouml;nnten und so f&amp;uuml;r die Eltern unsichtbar bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;ber die einfache Missbrauchsm&amp;ouml;glichkeit des &quot;Friendsfinders&quot; ist Franz-Josef Wesener, Referatsleiter bei der NRW-Landesdatenschutzbeauftragten, ersch&amp;uuml;ttert: &quot;Die Authentifizierung ist schwach. Wer Zugang zum Handy anderer Personen, wie dem des Ehepartners, hat, kann den Dienst ohne dessen Wissen einrichten und die Person &amp;uuml;berwachen.&quot; Das Handy in der Jackentasche kann damit zum Spion werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &quot;Friendsfinder&quot;-Entwickler Mecomo hei&amp;szlig;t es, dass zur Sicherheit innerhalb von 24 Stunden nach Anmeldung auch noch eine Best&amp;auml;tigungs-SMS an das zu ortende Handy geschickt wird. Ist ein misstrauischer Kontrolleur aber einen Tag lang im Besitz des Ger&amp;auml;tes, kann er diese l&amp;ouml;schen und mehrere Wochen unentdeckt den Aufenthaltsort des Handys aufsp&amp;uuml;ren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AOL hat trotzdem keine Bedenken und beruhigt: &quot;Der Datenschutz hat f&amp;uuml;r uns oberste Priorit&amp;auml;t.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MEINUNGS-B&amp;Ouml;RSE: Handy-Ortung per Internet&lt;br /&gt;
Das Netz wird enger&lt;br /&gt;
VON JENS REDDEKER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;berwachung ist &amp;uuml;berall. Kameras beobachten uns nicht mehr nur in Banken und an Tankstellen. Wir werden im Fu&amp;szlig;ballstadion, im Supermarkt und in Parkh&amp;auml;usern unabl&amp;auml;ssig gefilmt. Irgend jemand wei&amp;szlig; immer, wo wir uns gerade befinden. AOL zieht mit seinem Handy-Ortungssystem das &amp;Uuml;berwachungsnetzwerk noch enger.&lt;br /&gt;
Das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Problem an der Internet-Neuheit ist der einfache Missbrauch des in Ans&amp;auml;tzen gut gemeinten Produkts. Wer wissen m&amp;ouml;chte, wo sich seine Kinder aufhalten, kann sich auch mit AOL nicht auf der sicheren Seite f&amp;uuml;hlen. Sollte es zum schlimmsten Fall kommen, wissen auch Verbrecher, dass sie &amp;uuml;ber Mobiltelefone aufzusp&amp;uuml;ren sind und entledigen sich der Ger&amp;auml;te.&lt;br /&gt;
So einfach ist es f&amp;uuml;r Angestellte nicht, die ein von der Firma pr&amp;auml;pariertes Handy bekommen, das ihre Wege nachzeichnet. Derartiges Vorgehen ist von Unternehmen bekannt und f&amp;ouml;rdert keinesfalls die Sicherheit, sondern das Misstrauen.</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Spion in der Jackentasche</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-12T17:14:34Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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